Sie sind hier: Startseite News Pro und Kontra AMNOG
x
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Pro und Kontra AMNOG

21.06.2010 17:05
Es sei ohne Zweifel schon jetzt und noch mehr für die Zukunft erkennbar, dass der GKV-Arzneimittelmarkt für alle Beteiligten planbar und transparent reguliert werden muss, schreiben Prof. Dr. Gerd Glaeske und sein Team bei der Vorstellung des BARMER GEK Arzneimittel-Reports 2010 der Politik ins Stammbuch.

Diese Regelung, so die Autoren der epidemiologischen Versorgungsforschungsstudie (siehe auch MVF 03/10), müsse der Strategie folgen, „dort, wo es möglich ist, eine möglichst preisgünstige Arzneimittelversorgung anzubieten, um dort, wo es notwendig ist, auch einen Headroom for Innovation garantieren“ zu können. In diesem Zusammenhang seien Nutzen- und Kosten-Nutzen-Bewertungen grundsätzlich unverzichtbar. So weit stimmt Glaeske dem aktuellen Diskussionspapier der Politik zu, doch leider würden die derzeitigen Vorschläge der CDU/CSU/FDP-Koalition von dieser Forderung genau bei solchen Arzneimittelgruppen abweichen, die schon jetzt die wesentliche finanzielle Belastung für die GKV ausmachen: nämlich in den Gruppen der unterschiedlichen „Spezialpräparate“ (z.B. Immuntherapeutika, Biologicals, Tyrosinkinasehemmer u.a. in Indikationsbereichen wie Rheumatoide Arthritis, Onkologie oder Multiple Sklerose). Glaeskes Kritik: „Nutzen- und Kosten-Nutzen-Bewertungen lassen sich in diesen Bereichen weder durch Rabattverträge substituieren noch „wegkaufen“. Vielmehr sind prozeduralisierte Verfahren erforderlich („iteratives Prozedere“), die sowohl für Hersteller wie für Kassen Planbarkeit und Transparenz anbieten“.

Im Rahmen einer „Schnellbewertung“, die sich an internationalen Vorbildern orientiert, könne laut Glaeske eine vorläufige Nutzen- und Kosten-Nutzen-Bewertung vorgenommen werden, die als Basis für die Anwendung nach der Zulassung und für erste Verhandlungen herangezogen wird. Insgesamt zeige jedoch dieses Verfahren, dass die Vorstellung des jetzigen Koalitionsentwurfs, man könne ohne ein Prozedere, in dem einer herstellerunabhängigen Schnellbewertung eine Approximation des Nutzens und eines daraus ableitbaren Preises folgt, eine Verhandlung der Kassen mit den Herstellern als Lösungsstrategie anbieten, völlig unrealistisch sei.

Mehr dazu

.

 

21. Juni 2010
Artikelaktionen
abgelegt unter:
Editorial

RoskiHerausgeber
Prof. Dr.
Reinhold
Roski

 

 

Implementierung benötigt Outcome-Sets

Termine
15. Gesundheitswirtschaftskongress 17.09.2019 - 18.09.2019 — Hamburg
Neues Entlassmanagement der Reha-Kliniken 24.10.2019 09:30 - 17:15 — Berlin
KrankenkassenFORUM 28.10.2019 11:40 — Hamburg
Generischer Wettbewerb - Current Cases 29.10.2019 09:00 - 17:00 — Köln
CIRSforte-Symposium II 30.10.2019 13:00 - 17:00 — Berlin
Kommende Termine…
« August 2019 »
August
MoDiMiDoFrSaSo
1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031