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Psychische Erkrankungen weiter auf dem Vormarsch

spectrum|K: Krankenstand im ersten Halbjahr 2009 wieder ansteigend

Der Krankenstand im ersten Halbjahr 2009 ist nach Daten derBetriebskrankenkassen weiter ansteigend und hat keineswegs einRekordtief erreicht. Dies geht aus aktuellen Erhebungen vonspectrum|K, dem Gemeinschaftsunternehmen der Betriebskrankenkassen,hervor.

Damit widersprechen die Experten der Betriebskrankenkassen dermedialen Berichterstattung, die auf Daten des Bundesministeriums fürGesundheit (BMG) basierte. Richtig ist, dass keineswegs ein Tiefstanddes Krankenstands bei den Versicherten der gesetzlichen Krankenkassenerreicht sei, so die Betriebskrankenkassen. Bei den vom BMGzugrundegelegten Zahlen handelt es sich um eine stichtagsbezogeneErhebung, die jeweils zum Ersten eines Monats die gemeldetenKrankenstände erfasst. Da diese häufig auf einen Wochenend- bzw.Feiertag entfallen (in 2009 allein fünf der sechs Monatsersten),kommt es zu einer Unterschätzung der realen Höhe desKrankenstandes, so spectrum|K.

Bei dem monatlichen Krankenstandsverfahren der BKKn werdenMonatsdurchschnitte erfasst. Diese zeigen für die ersten fünfMonate des Jahres 2009 einen weiteren Anstieg der Krankenstände auf4,23 Prozent (Januar bis Mai 2008: 4,09 Prozent; Januar bis Mai 2007:3,97 Prozent). spectrum|K führt neben der jährlichenArbeitsunfähigkeitsstatistik auch eine monatlicheKrankenstandsstatistik durch. An dieser freiwilligen Statistik nehmenderzeit 55 Betriebskrankenkassen mit 2,74 Millionen beschäftigtenMitgliedern teil, was einem Anteil von zehn Prozent an allensozialversicherungspflichtig Beschäftigten entspricht.

Besonders auffällig ist erneut die weitere erhebliche Zunahme derpsychischen Erkrankungen. Ihr Anteil an den krankheitsbedingtenAusfallzeiten bei den beschäftigten BKK Pflichtmitgliedern lag in2008 im Durchschnitt schon bei 10,3 Prozent (Männer: 7,5 Prozent;Frauen: 13,6 Prozent). 2007 waren es noch 9,3 Prozent derKrankheitstage insgesamt, bzw. 6,8 Prozent der Tage bei Männern und12,4 Prozent der Tage bei Frauen.