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Ernährung: Ein "schwerer" Weg

30.01.2017 14:23
Die Selbsteinschätzung der Deutschen bezüglich ihres Gewichtes ist alarmierend: Nach Angaben der gerade erschienenen Ernährungsstudie "Iss was, Deutschland." der Techniker Krankenkasse (TK) attestiert sich knapp die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland Übergewicht (47 Prozent), acht Prozent von ihnen bezeichnen sich als stark übergewichtig. Der subjektive Eindruck wird durch die Zunahme der Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen bestätigt. Zeit, zu handeln.

Laut der vom Meinungsforschungsinstitut Forsa im September 2016 im Auftrag der TK zum dritten Mal durchgeführten repräsentativen Umfrage hat mehr als jeder Vierte Herz-Kreislauf-Beschwerden wie Bluthochdruck. 15 Prozent leiden unter Stoffwechsel-Störungen wie Diabetes. Zudem verzeichnete die TK nach eigenen Angaben 2016 fast 700.000 Arztbesuche sowie knapp 130.000 Klinikaufenthalte mit der Diagnose Adipositas, was die Forderung nach einem bundesweiten Aktionsplan gegen Adipositas laut werden lässt.

„Lebensstilbedingte Erkrankungen medikamentös zu behandeln erscheint vielen Menschen als der vermeintlich leichtere Weg. Statt auf Ernährungsumstellung zu setzen und Bewegung zu verschreiben, nehmen neben den Patienten vor allem die verordneten Herz-Kreislauf-Medikamente zu", so der Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK. Laut TK-Gesundheitsreport erhielt jede Erwerbsperson 2015 Herz-Kreislaufpräparate für drei Monate. Insgesamt sei das Volumen seit 2000 um 80 Prozent gestiegen.

Baas kritisiert, dass im Gesundheitswesen in seiner jetzigen Form nahezu alle von der hohen Medikation profitieren und es kaum Anreize gebe, sich um die Gesundheit der Menschen zu kümmern. Deshalb sei hier der Gesetzgeber in der Pflicht, Rahmenbedingungen zu schaffen, um die schwerwiegenden Fehlanreize zum Beispiel beim Finanzausgleich der Krankenkassen, dem morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA), zu korrigieren. Aber auch für die Lebensmittelmittelindustrie müssten Rahmenbedingungen geschaffen werden, die eine vernünftige Information des Verbrauchers gewährleisteten.

Diesen sieht Baas jedoch ebenso in der Pflicht Informationsmöglichkeiten sowie Angebote zu nutzen, um einen gesundheitsbewussten Lebensstil zu pflegen und damit präventiv zu handeln.

Bild: TK

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