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Schulterblick in die Arbeit des Young Lions Gesundheitsparlaments

25.07.2012 11:50
Vor gut 100 Tagen startete das Young Lions Gesundheitsparlament (YLG): Über 80 junge kreative Köpfe aus dem ganzen Bundesgebiet arbeiten ehrenamtlich für die Zukunft des deutschen Gesundheitswesens. Initiator ist der forschende Arzneimittelhersteller Janssen aus Neuss. Das YLG setzt als Teil des Unternehmensengagements im Rahmen der Firmenphilosophie ‚Zukunftsarbeit“ neue Impulse für die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens und fördert die breite Diskussion. Dabei soll ganz bewusst die künftige Entscheidergeneration zu Wort kommen. Inzwischen sind die Parlamentarier in der inhaltlichen Arbeit vollständig angekommen – erste Diskussionsansätze sollen im Herbst stehen.

Abgeordnete engagieren sich bundesweit ehrenamtlich
Mit hohem Einsatz sind die Abgeordneten im März 2012 an die
Arbeit gegangen. Das interdisziplinäre YLG spiegelt in der
Zusammensetzung nicht nur die verschiedenen Bundesländer,
sondern vor allem auch die unterschiedlichen Einflussfaktoren auf
unser Gesundheitssystem wider: Fachwissen aus Medizin,
Ökonomie, Public Health, Pflegewissenschaften ist ebenso
vertreten, wie z.B. auch Juristen, Ingenieure und
Kommunikationswissenschaftler.
Die Parlamentarier widmen sich in fünf Ausschüssen ganz
zentralen Fragen zur Entwicklung unseres Gesundheitssystems.
Die Organisationsphase ist abgeschlossen, die Ausschüsse
arbeiten inzwischen konkret: Dringende Probleme und
Öffentlichkeit des Gesundheitssystems haben sich zwei
Ausschüsse auf die Fahne geschrieben. Demografie,
Wettbewerbsfähigkeit und Organisation sind die Themen der drei
weiteren Ausschüsse. Erste Reviews sollen im Herbst vorgestellt werden. Anfang nächsten Jahres werden die beschlussfähigen Ausschusspapiere im Parlament debattiert und verabschiedet.

Organisation der Ausschuss-Arbeit ist anspruchsvoll
Für die jungen Ausschussvorsitzenden ist es eine echte Herausforderung, ein quasi virtuelles, äußerst heterogenes Team zu führen und die Aktivitäten zu koordinieren. „Jeder hat einen anderen Hintergrund und andere Erfahrungen“, so Annegret Schnick, die in Bayreuth im Fach Gesundheitsökonomie promoviert und dem Ausschuss ‚Wettbewerbsfähigkeit‘ vorsitzt. „Um möglichst effizient zu sein, haben wir für uns zunächst einige Rahmenbedingungen definiert, die den Umgang miteinander erleichtern und Wiederholungen verhindern sollen.“ Der Austausch untereinander findet per E-Mail, die Diskussionen unter den Mitgliedern in Webkonferenzen und in Telefonkonferenzen statt. Wie auch die anderen Vorsitzenden sieht auch Annegret Schnick ihre Aufgabe darin, jeden zu motivieren, seinen Standpunkt zu vertreten, „denn ohne Diskussion entstehen keine neuen Ideen.“

Mit Strategie und Zielplanung zu tragfähigen Lösungswegen
„Die erste Hürde war die Konkretisierung der Fragestellungen in unserem Themenfeld“, erinnert sich Sebastian Klesper, Vorsitzender des Ausschusses ‚Organisation‘. Wie auch in anderen Ausschüssen haben sich die Mitglieder in kleineren Untergruppen organisiert und erste Strategiepapiere mit Zielen verfasst. „Wir stehen mitten in der Arbeit, in der Sammlung von Fakten, in der Literaturrecherche und vor einer Umfrage, die wir gerade vorbereiten“, berichtet der Mediziner Dr. Jan Helling, stellvertretender Ausschussvorsitzender ‚Öffentlichkeit‘. Einigkeit herrscht darüber, dass kreative neue Ideen nur auf dem Boden von Tatsachen, gründlicher Recherche und viel Know-how sprießen können. „Es hat wenig Sinn, von der grünen Wiese auszugehen. Wir müssen auf Basis unserer heutigen Chancen und Probleme einen gangbaren Weg entwickeln“, bringt es Klesper auf den Punkt. „Gerade die Finanzierbarkeit wirft da immer wieder Fragen auf.“


Eine Idee ist erst gut, wenn sie eine Mehrheit findet
Gute Ideen sind im YLG erst gut, wenn sie im Plenum eine Mehrheit finden. Das spornt an, wirklich durchdachte und fundierte Ansätze zu erarbeiten. „Wir versuchen, möglichst viele Meinungen einzubringen, auch Meinungen, die wenig populär sind“, so Annegret Schnick, Vorsitzende des Ausschusses Wettbewerbsfähigkeit. Im Respekt vor der Meinung anderer sieht sie ein sehr hohes Gut. Ihr Ausschuss prüft zur Zeit unter anderem best practice Beispiele aus dem Ausland auf Nützlichkeit und Umsetzbarkeit in Deutschland. Sebastian Klesper findet, „man muss alles hinterfragen – jeder Stein muss umgedreht werden!“ Dabei wirken die Parlamentarier alles andere als revolutionär. Sie schätzen die Vorzüge unseres Gesundheitssystems, erkennen aber auch den konkreten Optimierungsbedarf. So wie die gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin und Pflegewissenschaft Studentin Lydia Neubert aus Bremen, die sich in ihrem Ausschuss dringenden Problemen widmet. Sie will u.a. ändern, „dass Pflegekräfte unter den jetzt gültigen Rahmenbedingungen kaum mehr qualitätsvoll pflegen können“, während Katrin Berkemeyer, Vorsitzende des Ausschusses Demografie das deutsche Gesundheitssystem zu träge erscheint: „Es ist schwierig, notwendiges Neues rechtzeitig umzusetzen.“

Breitenwirkung durch die Kraft der Multiplikatoren
Die engagierten „Young Lions“ sind voller Zuversicht, etwas bewegen zu können. Lydia Neubert ist überzeugt, dass „das Young Lions Gesundheitsparlament uns sehr gute Möglichkeiten bietet, die Türen zu öffnen, um mit den Entscheidungsträgern in Kontakt zu treten.“ Dr. Jan Helling wertet es als großen Erfolg, „wenn es uns gelingt, unsere Ideen in die Fläche zu bringen, nicht nur bei den Entscheidern, sondern auch die breite Öffentlichkeit zu erreichen.“ Und Sebastian Klesper glaubt, „wenn am Ende jeder einzelne Parlamentarier sagen kann, damit kann ich mich identifizieren, die verabschiedeten Vorschläge trage ich persönlich mit, dann haben wir die Möglichkeit, die Ideen aktiv hinaus zu tragen, die eigene Stimme mal 80 zu rechnen. Und die wird man hören. Als Multiplikatoren können wir viel bewegen.“


Mehr zur Parlamentsarbeit unter www.yl-gesundheitsparlament.de
www.facebook.com/gesundheitsparlament.

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