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Status des Rabattmarktes

31. Mai 2010

„Im letzten Jahr haben die BARMER und die GEK etwa 80 Millionen Euro durch Rabattverträge eingespart“, erklärt Dr. Rolf-Ulrich Schlenker, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der BARMER GEK, im Titelinterview der am 7. Juni erscheinenden Ausgabe von „Monitor Versorgungsforschung“. Das noch zusätzlich zu hebende Potenzial beziffert Schlenker auf „etwa 20 Millionen“ – was man aber noch optimieren könnte, wenn so Prof. Dr. h.c. Herbert Rebscher in seinem wiss. Beitrag „Rabatt- und Direktverträge – Vertragsmanagement aus Sicht der Krankenkassen“ – „neue Vertragsformen entwickelt bzw. bestehende Verträge bedarfsgerecht angepasst“ würden.
Eine weitere Zahl, die Kassen bisher nicht so gerne veröffentlichen, weil alle Vertragsdetails doch eher der Geheimhaltung unterliegen, was die Politik bisher auch nicht unterbunden hat: Die DEUTSCHE BKK hat im Jahr 2009 ca. 17 Millionen Euro durch Rabattverträge einsparen können, wobei für 2010 die Einsparungen durch die neuen 34 Verträge, die zum 1. Juli in Kraft treten, auf 23 Millionen Euro geschätzt werden. Für die
MVF-Autorin Dr. rer. nat. Anja Richartz (bei der Deutschen BKK zuständig für den Bereich Arzneimittel.) sind denn auch „Arzneimittelrabattverträge heute eines der wichtigsten Instrumente der Gesetzlichen Krankenversicherung, um die Arzneimittel-Ausgaben – hauptsächlich im generikafähigen Markt – zu beeinflussen.“