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Studie untersucht Versorgungsrealität bei Patienten mit Vorhofflimmern in Hausarztpraxen

02.06.2010 16:50
Boehringer Ingelheim engagiert sich gemeinsam mit verschiedenen Partnern für eine bessere Patientenversorgung

Vorhofflimmern ist die häufigste klinisch bedeutsame Herzrhythmusstörung weltweit. Doch trotz der hohen Prävalenz existieren vor allem für den hausärztlichen Bereich nur begrenzte Daten zur Versorgungssituation dieser Patienten in Deutschland. Boehringer Ingelheim untersucht gemeinsam mit verschiedenen Partnern mit der ACT-AF™ -Studie (Ambulatory Care and Treatment of Atrial Fibrillation in Germany) deshalb die Versorgungssituation der Betroffenen in deutschen Hausarztpraxen. Geleitet wird die Studie von Professor Thomas Wilke, Direktor des Instituts für Pharmakoökonomie und Arzneimittellogistik (IPAM) an der Hochschule Wismar. Partner sind Experten aus Klinik und Praxis sowie von Krankenkassen.

„Obwohl es in Deutschland etwa eine Million Betroffene mit Vorhofflimmern gibt, existieren nur sehr wenige Daten zur Versorgung dieser Patienten“, so Professor Wilke zum Hintergrund der ACT-AF™-Studie. Die Untersuchung soll anhand der Daten von etwa 1.400 Patienten die Versorgungssituation bei Vorhofflimmern in Deutschland abbilden. Eine Registerstudie des Kompetenznetzes Vorhofflimmern (AFNET) hatte bereits gezeigt, dass die Versorgung der Vorhofflimmern-Patienten noch zu optimieren ist.

Im Mittelpunkt der Untersuchung standen vor allem Kliniken und regionale Krankenhäuser sowie kardiologische Praxen, jedoch nur wenige Hausarztpraxen. Bei der Behandlung der Herzrhythmusstörung spielen jedoch auch die Hausärzte eine wichtige Rolle, die eine Vielzahl der Patienten selbst therapieren. „Die ACT-AF™-Studie legt den Fokus auf die Hausärzte und kann so eine wichtige Ergänzung der Datenlage zur Versorgungsrealität beim Vorhofflimmern liefern“, erklärt Studienbeiratsmitglied Professor Günter Breithardt, ehemaliger Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik  des Universitätsklinikums Münster und Vorstandssprecher des Kompetenznetzes Vorhofflimmern.

Um eine möglichst hohe Gesamtrepräsentativität der Daten zu erreichen, ist ergänzend auch die Evaluation von Krankenkassendaten geplant. „Wir sind seit Jahren um eine optimale Versorgung der Patienten bemüht, wofür unter anderem die Versorgungsforschung im Gesundheitswesen gestärkt werden muss, um Verbesserungspotentiale zu erkennen und zu adressieren. Die ACT-AF™-Studie hat das Potenzial zu einem wegweisenden Projekt“, kommentiert Dr. Ulf Maywald, Bereichsleiter Arzneimittel bei der AOK Plus. „Letztlich möchten wir zu einer besseren Patientenversorgung in Deutschland beitragen“, ergänzt Dr. Helga Maria Jakob, Medical Director Germany bei Boehringer Ingelheim.

Ziel: Bessere Versorgung bei Vorhofflimmern Mit dem Abschluss der Studie rechnet Leiter Wilke zwischen dem ersten und zweiten Quartal 2011. Derzeit würden Hausarztpraxen angeschrieben, die zuvor nach dem Zufallsprinzip ausgesucht wurden. Die beteiligten Ärzte binden ihre Patienten dann selbstständig ein. Dokumentiert werden die letzten beiden Behandlungsjahre und alle Arztbesuche der folgenden neun bis zwölf Monate. Daneben werden weitere Aspekte wie die Lebensqualität der Patienten und ihre Symptome erhoben. So kann retro- und prospektiv eine breite Datenbasis zur Behandlung der Patienten erhoben werden.

07.05.2010

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