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AOK Nordost begrüßt bessere Behandlung von Parodontitis

23.09.2021 10:08
Anlässlich des Tages der Zahngesundheit am 25. September verweist die AOK Nordost auf die seit Juli geltende Richtlinie Parodontitis, die die Behandlung Betroffener verbessern soll. Rund 20.000 AOK-Nordost-Versicherte erhalten jährlich eine Parodontitis-Behandlung. Das Problem: Diese schwere Entzündung des Zahnfleisches ist eine chronische Erkrankung. Umso wichtiger ist deshalb neben einer guten Vorsorge auch eine ordentliche Nachsorge der erfolgreich abgeschlossenen Behandlung. Parodontitis kann andere ernsthafte Erkrankungen verschlimmern, nicht zuletzt Covid-19. Trotz einer erwarteten Kostensteigerung im zweistelligen Millionenbereich – die Ausgaben beliefen sich bisher auf rund sieben Millionen Euro jährlich – begrüßt die AOK Nordost deshalb die neue Richtlinie.

Diese sieht neben einer besonderen Behandlung für Pflegebedürftige, einer Evaluation der Behandlungsergebnisse mit eventuell anschließender Weiterbehandlung und einer strukturierten Nachsorge auch die ausführliche Aufklärung über die Erkrankung und eine Anleitung zur richtigen Mundhygiene vor. „Eine gute Mundhygiene ist der beste Weg, dieser Erkrankung vorzubeugen beziehungsweise zu verhindern, dass sie erneut aufflammt oder sich verschlimmert“, sagt Katja Kühler, Beratungszahnärztin der AOK Nordost.

Eine gute Mundhygiene ist insbesondere bei Diabetes wichtig

Insbesondere Diabetikerinnen und Diabetiker sollten auf ihre Mundhygiene achten. „Bei Diabetes heilen Wunden schlechter und es gibt eine erhöhte Entzündungsbereitschaft. Die Parodontitis lässt sich dann schlechter behandeln, vor allem, wenn sie bereits fortgeschritten ist“, erklärt die Zahnärztin. Umgekehrt wirkt sich die Zahnfleischerkrankung auch negativ auf den Diabetes und auf andere ernsthafte Erkrankungen aus. „Man muss sich das so vorstellen: Das ist eine Wunde im Mund, die zusammengenommen in etwa die Größe einer Handfläche erreichen kann. Durch diese riesige Wundfläche kommen viele Keime in die Blutbahn, die zu Entzündungen führen“, so Kühler. Auch den Verlauf von Covid-19 kann die Zahnfleischerkrankung verschlimmern. „Studien haben gezeigt: Parodontitispatientinnen und -patienten mit Covid-19 befinden sich häufiger auf der Intensivstation, müssen häufiger beatmet werden und ihr Sterberisiko ist neun Mal höher.“

Je früher erkannt, umso besser

Dabei ist Parodontitis, wenn sie früh erkannt wird, sehr gut behandelbar. „Ein großes Problem ist jedoch, dass diese Erkrankung viele Jahre lang still ablaufen kann“, sagt Kühler. „Wer nicht regelmäßig jedes Jahr die zahnärztliche Vorsorgeuntersuchung in Anspruch nimmt, merkt im Zweifelsfall erst dann etwas, wenn das Zahnfleisch leicht blutet oder die Zähne sich schon lockern.“

Editorial

RoskiHerausgeber
Prof. Dr.
Reinhold
Roski

 

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