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Ärzteschaft beim Thema Bürgerversicherung uneins

21.02.2013 16:03
In einer aktuellen Umfrage des Bundesverbands der niedergelassenen Fachärzte und des Online-Ärztenetzwerks Hippokranet unter 2.100 Ärzten haben sich 86 Prozent der niedergelassenen Ärzte für das duale Krankenversicherungssystem aus Gesetzlicher und Privater Krankenversicherung und gegen den Umbau zu einer Bürgerversicherung ausgesprochen. Das Ärzte-Netzwerk Hippokranet - die gemeinsame Forums- und Netzwerkplattform der Fachinformationsdienste www.Facharzt.de, www.Hausarzt.de sowie www.zaend.de. - wertet die Umfrageergebnisse etwas anders, das sei eine "Ohrfeige für die SPD", dann mit dem hier gezeigten Stimmungsbild würden sich die Ärzte gegen die Bürgerversicherung stemmen.

Auch wenn die SPD ihre Pläne für eine Bürgerversicherung zu einem der Hauptthemen des Bundestagswahlkampfes machen will: In den Arztpraxen stoßen diese auf große Ablehnung. 90 Prozent aller niedergelassenen Ärzte haben sich in einer aktuellen Umfrage vom Onlineforen-Anbieter Hippokratnet deutlich gegen einen solchen Umbau des Krankenversicherungssystems ausgesprochen. An der Umfrage, die gemeinsam vom Online-Ärztenetzwerk und dem Bundesverband der niedergelassenen Fachärzte (BVNF) initiiert wurde, nahmen Anfang Februar mehr als 2.100 Ärzte teil. "Die Kollegen haben dabei ein deutliches Votum abgegeben - gegen die Bürgerversicherung und für die Beibehaltung des derzeitigen dualen Krankenversicherungssystems. Mit dem Modell von SPD und Grünen fürchten die Niedergelassenen deutliche Verschlechterungen", resumierte Dr. Wolfgang Bärtl, der Vorsitzende des BVNF, am Dienstag in München.

Anders dagegen der aktuelle MLP Gesundheitsreport 2012/13, eine repräsentative Umfrage unter rund 2.100 Bundesbürgern und mehr als 500 Ärzten, durchgeführt vom Institut für Demoskopie Allensbach. Nach Aussage dieses Report stößt die „Bürgerversicherung“ bei etwas mehr als der Hälfte der Bevölkerung auf Zustimmung. Die hier Befragten sprechen sich dafür aus, dass sich in Zukunft auch Beamte, Selbständige und gut verdienende Angestellte gesetzlich versichern müssen und eine private Absicherung dann nur noch im Rahmen von Zusatzversicherungen möglich sei. Die im MLP Gesundheitsreport 2012/13 ebenfalls befragte Ärzteschaft ist in diesem Punkt hingegen gespalten: 51 Prozent befürworten den Reformvorschlag, 41 Prozent sind dagegen.

"Deutschland hat ein hervorragendes Gesundheitssystem: kurze Wartezeiten, freie Arztwahl, medizinischer Fortschritt für alle Patienten. Diese Leistungsstärke beruht nicht zuletzt auf dem Zwei-Säulen-Modell aus Privater und Gesetzlicher Krankenversicherung", ergänzt dazu Reinhold Schulte, Vorsitzender des Verbands der Privaten Krankenversicherung (PKV), was aber - so ein aufmerksamer Leser von "Monitor Versorgungsforschung" wenig mit den Problemen der Gesetzlichen Krankenversicherung und dem Konzept der Bürgerversicherung zu tun habe.

Interessant ist auch, dass sich in der Hippokratnet-Umfrage die deutliche Mehrheit (86 Prozent) der niedergelassenen Ärzte für die Kostenerstattung in den Arztpraxen bei Kassenpatienten ausgesprochen hat. "Das sollte ein Signal für die Politiker sein. Es muss eine öffentliche Debatte über das Thema geben. Die Kollegen wollen mehr Transparenz im System. Der Patient soll anhand einer verständlichen Rechnung die erbrachten Leistungen nachvollziehen können - der Arzt soll Klarheit über das zu erwartende Honorar bekommen", betont Bärtl. Der BVNF-Vorsitzende bezeichnete es darüber hinaus als extrem wichtig und elemantare Forderung der Ärzteschaft, dass es "endlich verlässliche und angemessene Preise für ärztliche Leistungen" geben müsse.

Editorial

RoskiHerausgeber
Prof. Dr.
Reinhold
Roski

 

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