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Telemedizin als Mittel gegen Ärztemangel?

08.03.2019 10:12
Das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber" hat eine Umfrage zum Thema Telemedizin und ärztliche Unterversorgung durchgeführt. Das Ergebnis: Die Mehrheit der Befragten sieht in der Fernbehandlung einen Weg, den Ärztemangel auf dem Land zu kompensieren.

In einer repräsentativen Umfrage des Apothekenmagazins "Senioren Ratgeber" sagten 63,1 Prozent der Frauen und Männer, gerade in ländlichen Gebieten könne die Fernbehandlung eine mögliche Unterversorgung mit Medizinern sehr gut ausgleichen. Das teilte der Wort & Bild Verlag in einer Pressemitteilung mit.

Fast genau so viele (62,3 Prozent) würden es sehr begrüßen, wenn man bei der Telemedizin schnell Kontakt zu einem Arzt bekäme und nicht ewig auf einen Termin warten müsste. 68,7 Prozent der Bundesbürger stören bei einem Arztbesuch vor allem die lästigen Wartezeiten in den Praxen, die durch die Telemedizin entfallen könnten. Ungefähr genauso viele (68,2 Prozent) sind überzeugt, dass gerade für chronisch Kranke, die ständig Gesundheitsdaten wie Blutzucker oder Blutdruck mit dem Arzt besprechen müssen, eine Online-Sprechstunde ein sehr gutes Angebot ist.

Allerdings befürchten zugleich 63,4 Prozent der Deutschen, dass Ärzte, die per Telemedizin behandeln, vor Ort in den Hausarzt- und Facharztpraxen fehlen. Und für 72,9 Prozent der Frauen und Männer käme eine Fernbehandlung im Rahmen der Telemedizin nur in Frage, wenn diese durch einen ihnen schon vorher persönlich bekannten Arzt erfolgt.

Die repräsentative Umfrage des Apothekenmagazins "Senioren Ratgeber" wurde von der GfK Markforschung Nürnberg bei 1.007 Frauen und Männern ab 14 Jahren durchgeführt. Befragungszeitraum: 4. bis 11. Januar 2019.

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