Sie sind hier: Startseite News vdek fordert Ende des Verbots von Online-Sprechstunden
x
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

vdek fordert Ende des Verbots von Online-Sprechstunden

09.05.2018 13:30
Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ruft die Delegierten des Deutschen Ärztetages in Erfurt dazu auf, das sogenannte Fernbehandlungsverbot für Ärzte zu kippen. Online-, Video- und Telefonsprechstunden müssten künftig bundesweit auch ohne vorherigen Praxisbesuch möglich sein. Dies sei ein wichtiger Schritt zu mehr Digitalisierung in der ambulanten Versorgung.

"Viele medizinische Probleme können qualifiziert und sicher per Videochat oder Telefon abgeklärt werden. Für die Versicherten bedeutet das: Wartezeiten und Anfahrtswege entfallen. Damit können Fernbehandlungen zu einer merklichen Verbesserung und Modernisierung der Versorgung führen", erklärte Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des vdek.

Bislang sind Telefon-, Video- und Onlinesprechstunden nur erlaubt, wenn die Patienten die Arztpraxis zuvor bereits aufgesucht haben. Dies sieht die Musterberufsordnung für Ärzte vor. Elsner unterstrich, dass bei Fernbehandlungen immer der behandelnde Arzt mit seiner Expertise entscheide, ob die Fernbehandlung ausreiche. In Zweifelsfällen hätten Ärzte immer die Möglichkeit, ihren Patienten in die Praxis zu bestellen oder zu einem Kollegen zu schicken.

Bereits seit Längerem wächst auch in der Ärzteschaft die Bereitschaft, das Fernverhandlungsverbot aufzuheben. Die Ärztekammer Schleswig-Holstein hatte Mitte April 2018 beschlossen, das Verbot voraussichtlich im Sommer abzuschaffen. Ebenfalls seit Mitte April 2018 läuft ein Modellprojekt zur Fernbehandlung, an dem sich neben den Ersatzkassen u. a. die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg beteiligt.

Die vdek-Vorstandsvorsitzende unterstrich, dass die Abschaffung des Fernbehandlungsverbots nur ein erster Schritt zu mehr Digitalisierung in der ambulanten Versorgung sein kann. Elsner: "Wenn der Arzt Diagnosen per Telefon oder Video stellt, müssen zeitnah auch das elektronische Rezept (eRezept) und die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) eingeführt werden. Hier ist die gemeinsame Selbstverwaltung gefordert, die nötigen Schritte einzuleiten." Zudem sollten die Kassenärztlichen Vereinigungen einen elektronischen Terminservice einrichten, über den Versicherte Sprechstundentermine bei einem Facharzt direkt buchen können.

Artikelaktionen
Editorial

RoskiHerausgeber
Prof. Dr.
Reinhold
Roski

 

Personenzentrierung der Versorgung

Termine
16. Gesundheitspflege-Kongress 02.11.2018 - 03.11.2018 — Hamburg
Lehrgang: Angewandte Gesundheitsökonomie 20.11.2018 - 22.11.2018 — Berlin
Design Thinking: Krankenkassenkooperationen 2020 06.12.2018 09:00 - 17:00 — Hamburg
Digital Health FORUM 2018 10.12.2018 09:00 - 17:00 — Berlin
Basiskurs Kodierung: Anästhesie und Intensivmedizin 05.02.2019 10:00 - 17:00 — Berlin
Kommende Termine…
« Oktober 2018 »
Oktober
MoDiMiDoFrSaSo
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
293031