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IQTIG will Schwellenwerte für Patientengefährdungen festlegen

10.06.2015 12:05
"Die Versorgungsqualität für Patienten wird verbessert, wenn die Qualitätssicherung denen nützt, die Patienten versorgen." Dieses Ziel formulierte Dr. Christof Veit (Foto), Geschäftsführer des neuen Qualitätsinstituts IQTIG, auf dem gesundheitspolitischen Event des Bundesverbands Medizintechnologie (BVMed) zu "Qualität, Transparenz und Nutzen von medizintechnischen Verfahren" am 9. Juni 2015 in Berlin.

Dr. Christof Veit, Geschäftsführer des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz (IQTIG), beschrieb auf dem BVMed-Event die Aufgaben des neuen Qualitätsinstituts. Er sprach von einem "Paradigmenwechsel und Kulturwandel", indem Qualität als wichtiges Entscheidungskriterium im Gesundheitssystem etabliert werde.

Das IQTIG ist ein unabhängiges Institut des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) und soll bis zum Jahresende 80 Angestellte haben. Erarbeitet werden sollen Fachvorlagen zur Entscheidung beim G-BA, wie Qualität gemessen werden kann. "Qualität ist eine legitime Anforderung. Qualität ist das, was der Patient in der Versorgung erlebt", so Veit.

Das IQTIG-Methodenpapier werde die Grundwerte der Qualitätssicherung und -messung zeigen. Zielgrößen der Qualitätssicherung sind laut Veit "Praktikabilität, Effektivität und Justiziabilität". Veit: "Wir wollen für diejenigen dienlich und nützlich sein, die die Patienten versorgen. Nur dann können wir die Versorgungsqualität verbessern und die Qualität auch sichtbar machen."

Bei der Justiziabilität gehe es um das Gefährdungspotenzial und den Schutz der Patienten. Veit geht es dabei um die "begründete Setzung der Schwellenwerte" – ähnlich der Geschwindigkeitsbegrenzung im Straßenverkehr. Über den gewünschten Qualitätswettbewerb werde es aber keine Mengensteuerung geben. "Das ist eine Wunschvorstellung", so Veit. Durch Qualitätsdefinitionen und Qualitätsmessung soll die Nachfrage nach Angeboten gesteuert werden: über die Instrumente Planung, Vergütung und Transparenz.

Zur Diskussion um eine qualitätsorientierte Vergütung ("Pay for performance" – P4P) bemerkte Veit, dass die primäre Motivation zur Erbringung von qualitativ hochwertigen Leistungen nicht durch monetäre Anreize ersetzt werden könne. "Anreize wirken nur temporär", so Veit skeptisch. Sein Appell: "Wir müssen Qualität mit Lernen verbinden. Beispielsweise durch Rückmeldung an die Klinikärzte, was aus den Patienten geworden ist. Denn: 'Nur von Messung ist noch kein Schwein fett geworden.' Wir wollen sinnvolle Instrumente schaffen, die den medizinischen Versorgungseinrichtungen nützen. Die Versorgungsqualität für Patienten wird verbessert, wenn die Qualitätssicherung denen nützt, die Patienten versorgen". Dabei sollen vom IQTIG die relevanten Versorgungsbereiche abgebildet werden. Register sind hier nach Veits Ansicht ein wichtiges Instrumentarium.

Editorial

RoskiHerausgeber
Prof. Dr.
Reinhold
Roski

 

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