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Vierte öffentliche Sitzung des Interop Councils: Erster Arbeitskreis stellte Ergebnisse vor

Am Donnerstag, den 18. August 2022, tagte in Berlin das Interop Council im Rahmen einer hybriden Veranstaltung zum vierten Mal öffentlich. Rund 40 Gäste nahmen an der Sitzung direkt vor Ort teil, während knapp 100 Personen dem Livestream folgten und auch dort ihre Fragen einbringen konnten. Inhaltlich standen die Arbeitsstände der beiden Arbeitskreise zur „Kartierung von IOP-Initiativen mit Fokus auf FHIR & Terminologien“ sowie die „Analyse des Status quo der Patient Journey Herzinsuffizienz“ auf dem Programm.

Der dritte Arbeitskreis „Datenflow in einem onkologischen Behandlungsverlauf“ präsentierte in einem Schwerpunkt der Sitzung die Ergebnisse seiner Arbeit. Ziel war es, die bisherigen Datenflüsse und Kommunikations­szenarien in einem onkologischen Behandlungsverlauf klar darzustellen und die Inter­operabilität der Szenarien zu bewerten. „Die Ergebnisse des Arbeitskreises konnten sehr deutlich aufzeigen, wie wenig Abstimmung es bisher bei der Festlegung der verschiedenen Datenaustausch-Szenarien gab. Das Überraschende dabei war, dass sich herausstellte, dass die Festlegungen nicht nur überwiegend von internationalen Standards abweichen, sondern insbesondere auch voneinander. Wir konnten keine zwei Spezifikationen finden, die in Datenmodell, -Repräsentation und Austauschprotokoll harmonisiert waren. Dies hat gravierende Auswirkungen, nicht nur in Bezug auf die benötigten Ressourcen für Implementierung, sondern auch auf die Kosten, Softwarequalität und letztendlich die Patientensicherheit“, resümiert die Leiterin des Arbeitskreises, Simone Heckmann, die Ergebnisse.

Weiterer Schwerpunkt der Sitzung war die Kontextualisierung des Themas Interoperabilitäts-Roadmap und der Ausblick auf die nächsten Schritte zur Erstellung. Im Rahmen der Vorstellung wurden die Gäste vor Ort und die Teilnehmer:innen im Livestream dazu animiert, bestehende IOP Probleme zu melden, welche dann diskutiert wurden.

Im Anschluss an die Sitzung folgte erstmals ein „Meet the Council“. Im Rahmen des neuen Formats fand innerhalb verschiedener Gesprächsinseln ein persönlicher Fachaustausch rund um Interoperabilitäts-Themen mit den Gästen der Sitzung statt. „Die Möglichkeit des gemeinsamen Austausches wurde von allen Beteiligten als inhaltlich bereichernd empfunden. Deshalb werden Dialog-Formate auch für künftige Sitzungen eine Option sein, sofern es die Rahmenbedingungen zulassen“, fasst Stefan Höcherl, Leiter Strategie & Standards bei der gematik den abschließenden Teil der Sitzung zusammen.