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Von Deutschland lernen

22.12.2009 10:09
Türkische Regierungs-Delegation zu Gast in Koblenz

Es ist ein schwieriger Begriff, selbst für geübte heimische Zungen: Medizinische Kommunikations- und Informations-Technologien (kurz MKT). Doch eine fünfköpfige Delegation des türkischen Gesundheitsministeriums sowie der Leiter der größten türkischen Krankenhauskette Ataturk waren genau deshalb an Rhein und Mosel gereist, um sich von Mittwoch bis Freitag dieser Woche bei der CompuGROUP Holding AG über deutsche Software-Lösungen auf dem Gesundheitsmarkt und insbesondere deren Praxistauglichkeit zu informieren.

Den türkischen Experten, die vom Vorstandsvorsitzenden und Gründer der CompuGROUP, Frank Gotthardt, begrüßt wurden, ging es bei ihrem Besuch um durchaus system- und zukunftsbestimmende Fragen: Wie kann die medizinische Versorgungsqualität bei gleichzeitiger Kostenersparnis verbessert werden? Gerade in einem Flächenstaat wie der Türkei - bei fast gleicher Bevölkerungszahl mehr als doppelt so groß wie Deutschland - eine immense Herausforderung. Der Ansatz der Delegation: Kann intelligente Software in Praxis und Krankenhaus tatsächlich dazu beitragen, die Bevölkerung besser zu versorgen, Erkrankungen früher zu erkennen und beispielsweise Medikamenten-Nebenwirkungen zu vermeiden?

Die Antworten der Koblenzer Softwarespezialisten auf dem Medizinsektor ließen nicht lange auf sich warten. CompuGROUP Medizin-Vorstand, Prof. Dr. med. Stefan F. Winter,  war die Begeisterung anzumerken. „Bei uns nutzen die Ärzte ihre Software durchschnittlich mehr als sechs Stunden pro Tag. Damit wird der Monitor im Sprechzimmer zum einzigen verlässlichen Ort, Informationen zu einem Patienten dem Arzt passgenau anzuzeigen. Genau dann, wann sie benötigt werden. Genau so viel, wie erforderlich ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob wir in der Stadt oder auf dem Land sind.“ Winter weiter: „Unser übergeordnetes Ziel ist es, die Effizienz der Gesundheitssysteme - und natürlich auch die des deutschen Gesundheitssystems, durch den Einsatz von intelligenter Software um 15 Prozent zu steigern. Und wir sind zuversichtlich, dieses auch zu erreichen, zumal mehr und mehr deutlich wird, dass die Wissensvermittlung der entscheidende Erfolgsfaktor in der Unterstützung der Leistungserbringer neben der Medikamententherapie und der Medizintechnik ist.“

Eine visionäre Sichtweise, der sich Matthias Leu, Vice President bei der CompuGROUP jedoch anschloss. „Wir konnten in mehreren Studien zeigen, dass eine Verbesserung der medizinischen Versorgung durch eine Software-Unterstützung der Ärzte und Behandlungsteams wirklich möglich ist. Mit einem Satz: Mehr Gesundheit bedeutet weniger Kosten. Ein Ansatz, der allen Beteiligten zugute kommt. Und der hier in Deutschland wie auch international greift. Das kann ich mit unseren konkreten Erfahrungen aus inzwischen 18 Ländern guten Gewissens sagen.“  

Neben jeder zweiten Arztpraxis in Deutschland, die auf Systeme der CompuGROUP setzt, nutzen auch viele Kliniken die Koblenzer Softwarelösungen. So auch das Krankenhaus „Lahnhöhe“ in Lahnstein. Hier konnten die türkischen Gesundheitsfachleute ein Krankenhausinformationssystem (KIS) im täglichen Einsatz live beobachten. Dr. med. Jörg Henning, Chefarzt und ärztlicher Direkter im Krankenhaus Lahnhöhe: „Eine intelligente Software verschlankt die Abläufe im Krankenhaus, verkürzt Wartezeiten und schützt Patienten vor Risiken. Als zukunftsorientiertes Krankenhaus liegt uns das Wohl der Patienten sehr am Herzen, so dass wir die technische Ausstattung bewusst einsetzen. Eine gute Software ist die technische Seele des Betriebes.“

Zum Abschluss der voll gepackten „72 Stunden deutsches Gesundheitssystem“ stellte die türkische Ärztin und Geschäftsführerin der CompuGROUP-Tochter PROMED mit Sitz in Istanbul, Dr. Fatma Salman Zakaryan, Softwarelösungen wie das Lernmodul INMEDEA vor. An jedem Ort können sich so Ärzte mit Hilfe von realistischen Fallbeispielen nachempfundener Patientenschicksale weiterbilden und lernen, ihre diagnostischen wie therapeutischen Fertigkeiten zu verbessern. Fortbildung auf höchstem medizinischem Niveau – ergänzt um die spannenden, interaktiven Möglichkeiten der Computertechnik.

„Ich bin mir sicher, dass unsere Entwicklung meine Kolleginnen und Kollegen zu Hause sofort unterstützen kann. In den eher weniger erschlossenen Regionen auf dem Land genau so, wie in unseren großen urbanen Zentren. Denn eines sind die türkischen Mediziner: Wir alle sind sehr technik- und damit internetbegeistert.“ so die junge dynamische Geschäftsführerin, die gemeinsam mit den Delegationsvertretern am Samstag wieder zurück in die Türkei reisen wird.   
   

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