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Wasem warnt vor dramatisch steigenden Kassenbeiträgen von 1,3 auf 2,5%

21.01.2022 12:58
Prof. Dr. Jürgen Wasem, Inhaber des Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftungslehrstuhls für Medizinmanagement der Universität Duisburg-Essen und einer der renommiertesten Gesundheitsökonomen Deutschlands, ist sich sicher: Wenn die Politik nicht handelt, werden die Krankenkassenbeiträge drastisch steigen. Im BMC-Webgespräch „Aktuelle Finanzsituation der GKV“ am 19. Januar 2022 legte er dar, welche Alternativen politischen Handelns es gäbe, um schon ab dem Jahr 2023 eine Verdoppelung der Kassenbeitragsatzes zu vermeiden: von derzeit 1,3 auf 2,5 Prozent.

Ab 2024 würde der Zusatzbeitrag dann weiter um 0,2 Prozentpunkte pro Jahr steigen. Der Grund dafür: die primäre Unterdeckung (Differenz zwischen Beitragseinnahmen des Gesundheitsfonds und den Ausgaben der Kassen), die seinen Berechnungen zufolge von derzeit  51 Milliarden Euro auf 75 Milliarden bis 2027 steigen wird.
Laut Wasem hat die Politik drei Alternativen, wobei sie aber wohl eine Mischung der drei Instrumente einsetzen werde, wenn sie denn handelt.
Alternative 1: Singuläre Erhöhung des Sonderbundeszuschuss von derzeit 24 auf 37 Milliarden Euro im Jahr 2027.
Alternative 2: Singuläre Erhöhung des Beitragssatzes von derzeit 1,3 auf 2,5% in 2023, danach weiter um 0,2 Prozentpunkte steigend.
Alternative 3: Singuläre Einsparungen von 19 Milliarden Euro in 2023, steigend auf 35 im Jahr 2027.

Klar ist nach Wasem eines: „Wenn wir nichts regeln, steigt der Zusatzbeitrag schon ab 2023 auf 2,5 Prozent.“ Ebenso klare Konsequenz sei, dass – wenn es kein ausdrückliches gesetzgeberisches Handeln gebe – der Sonder-Bundeszuschuss wegfalle, weil dieser bisher nur für 2022 geregelt sei. Wasem: „Ich persönlich halte eine Kombination aus den drei Bausteinen für sinnvoll.“


Einen ausführlichen Artikel zu Wasems Prognosen lesen Sie in der kommenden Ausgabe von "Monitor Versorgungsforschung"

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