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Zi-Studie zur Inanspruchnahme der Darmkrebsfrüherkennung veröffentlicht

14.05.2020 12:56
„Mehr Anspruchsberechtigte sollten die Angebote der Darmkrebsfrüherkennung wahrnehmen. Hierbei sind die Männer besonders gefragt“, sagte Dr. Dominik von Stillfried, Vorstandsvorsitzender des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi), im Rahmen der Vorstellung einer Studie, die die Inanspruchnahme von Untersuchungen der Darmkrebsfrüherkennung in den Jahren 2009 bis einschließlich 2018 analysierte.

Zentrale Ergebnisse der Studie sind:

Die Inanspruchnahmequote des Stuhltests ist in den vergangenen 10 Jahren bei Frauen im Alter 50 bis 54 Jahre um 21 Prozent und bei Männern dieser Altersgruppe um 15 Prozent zurückgegangen. Grundsätzlich nehmen Frauen diesen Test deutlich häufiger in Anspruch als Männer (23 Prozent im Vergleich zu 7,4 Prozent bei 50- bis 54-Jährigen im Jahr 2018). Die Inanspruchnahme der Darmspiegelung zur Früherkennung blieb über die Zeit stabil. Jährlich rund 2,6 Prozent der Frauen und 2,5 Prozent der Männer in der Altersgruppe 55 bis 64 Jahre nahmen diese wahr.

Etwa 35 Prozent der Männer und 47 Prozent der Frauen, die im Jahr 2009 55 Jahre alt waren, nahmen bis zum Alter von 64 Jahren an Untersuchungen der Darmkrebsfrüherkennung gemäß den Empfehlungen der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie teil. Diese Empfehlungen beinhalten die Durchführung einer präventiven Darmspiegelung alle 10 Jahre ab dem Alter von 55 Jahren (seit 2019 bei Männern ab 50 Jahren) oder alternativ einen Stuhltest alle zwei Jahre. Die regionale Variation in der Inanspruchnahme ist sowohl auf Jahresebene als auch über den 10-Jahres-Zeitraum hoch. Die höchsten Inanspruchnahmequoten wiesen dabei die Stadtstaaten sowie Brandenburg und Niedersachsen auf.

Die Untersuchungen der Darmkrebsfrüherkennung, insbesondere die Darmspiegelung, haben ein hohes Potenzial für die Prävention und Früherkennung von Darmkrebs. Seit Juli 2019 werden anspruchsberechtigte Personen im Rahmen des neu eingeführten organisierten Darmkrebs-Screenings gezielt zu den Untersuchungen eingeladen. Dies lasse auf eine Steigerung der Teilnahme hoffen, so das Fazit der Studienautoren.

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