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Herzchirurgie: Studie unterstreicht die Wirksamkeit von Cangrelor bei PCI-Patienten

23.10.2015 12:50
Auf dem ESC Kongress 2015 wurden die Daten der Sekundäranalyse der Champion Phoenix Studie präsentiert. Die Studie hat den intravenösen Plättcheninhibitor "Kengrexal" (Cangrelor) mit dem oralen Medikament Clopidogrel verglichen. Einbezogen waren 11.145 Patienten, die einer perkutanen Koronarintervention (PCI) unterzogen wurden.

"Kengrexal" von The Medicines Company ist ein schnell wirksamer Plättchenhemmer, dessen Wirkung nach dem Absetzen rasch abklingt. Die Daten zeigen eine konsistente Verminderung des Risikos ischämischer Ereignisse um mehr als 20% bei der Behandlung mit Cangrelor. Der primäre Endpunkt ischämischer Ereignisse umfasste Tod, Myokardinfarkt, Stentthrombose und wiederholte Revaskularisation bei Patienten, die entweder über einen Oberschenkel- oder einen Radialis-Zugang behandelt wurden. Die vollständige Veröffentlichung dieser Subgruppenanalyse wird im European Heart Journal erscheinen.

„Das Champion Programm einschließlich der Phoenix Studie hat die Vorteile einer Anwendung eines potenten, schnellwirkenden intravenösen P2Y12 Hemmer gegenüber langsamer wirkendem Clopidogrel bei Patienten, die einer PCI unterzogen werden, deutlich gemacht“, erklärte Dr. Efthymios N. Deliargyris, Vice President, Global Medical Director, Interventional Cardiology von The Medicines Company. „Die Präsentation auf dem ESC Kongress bestätigt die Wirksamkeit von Cangrelor bei Patienten, die mittels Radialis-Zugang behandelt wurden, und unterstreicht die klinische Synergie, die erreicht werden kann, wenn eine optimale Gefäßzugangstechnik mit modernem Arzneimittel kombiniert wird.“

Verglichen mit Clopidogrel zeigte Cangrelor eine 21%-Reduzierung von Tod, Myokardinfarkt, wiederholter Revaskularisation und Stentthrombose bei Patienten, die über den femoralen Zugang behandelt wurden. Eine 24%-Reduktion wurde bei Patienten erreicht, die über den Radialis-Zugang behandelt wurden.

Von besonderer Wichtigkeit ist, dass die Häufigkeit von starken oder mäßigen GUSTOBlutungen
generell niedrig waren, ohne signifikante Unterschiede zwischen Cangrelor und Clopidogrel (0,7% bei Cangrelor und 0,4% bei Clopidogrel bei femoralem Zugang; 0,3% bei Cangrelor und 0,2% bei Clopidogrel bei Radialis-Zugang).

„Cangrelor zeigte eine ähnliche Effektivität und Sicherheit bei PCI-Patienten, unabhängig von der Stelle des Gefäßzugangs“, so Dr. Deepak L. Bhatt, MPH, Executive Director Interventional Cardiovascular Programs am Brigham and Women‘s Hospital Heart & Vascular Center und Professor der Medizin an der Harvard Medical School. „Diese Ergebnisse sind besonders relevant angesichts der Tatsache, dass bei der PCI der Gefäß-Zugang via Radialis weltweit zunimmt.“

Cangrelor wurde in die neuen Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie für die Behandlung eines akuten Koronarsyndroms bei Patienten ohne anhaltende ST-Strecken- Hebung aufgenommen als eine Option bei P2Y12 Hemmer-naiven Patienten, die einer PCI unterzogen werden. Außerdem bekräftigen die Richtlinien die Empfehlung für die Nutzung des Radialis-Zuganges bei Koronarangiografien und PCI.

Editorial

RoskiHerausgeber
Prof. Dr.
Reinhold
Roski

 

 

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