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Neues Informationssystem hilft beim Blick aufs Bild

01.12.2009 14:23
Das internetbasierte Informationssystem des Stuttgarter Georg Thieme Verlags unterstützt den Radiologen bei einer schnellen und sicheren Diagnose

Der Blick ins Innere des menschlichen Körpers ist Grundlage vieler Diagnosen. MRT, CT und Röntgenaufnahmen machen sichtbar, was dem Auge verborgen bleibt. Allerdings sieht man nur, was man weiß. Die Kunst des Radiologen besteht darin, zu erkennen, was ihm ein Bild zeigt.

Als Interpretationshilfe steht ihm künftig ein internetbasiertes Informationssystem des Stuttgarter Georg Thieme Verlags zur Verfügung. Die „Thieme RadBase“ unterstützt den Radiologen direkt an seinem Arbeitsplatz bei einer schnellen und sicheren Diagnose. Gleichzeitig kann er Informationen in relevanten radiologischen E-Books und elektronischen Zeitschriften von Thieme abrufen.

Nach der Röntgenaufnahme, dem MRT oder CT kommt es auf die richtige Diagnose an: Dazu betrachtet der Radiologe seine Aufnahme am Bildschirm. Parallel dazu kann er künftig mit der Thieme RadBase arbeiten. Will er beispielsweise bei der Befundung seine Verdachtsdiagnose absichern, erhält er dazu aus der Thieme RadBase innerhalb weniger Sekunden Referenzabbildungen, eine Kurzdefinition der Diagnose und alle wichtigen Informationen zum Krankheitsbild. Auch Differentialdiagnosen oder typische Fehler bei der Diagnose sind hinterlegt.

Von dieser Stelle aus ist der Arzt nur einen Klick entfernt von weiterführenden relevanten Informationen aus Büchern oder Zeitschriften. Diese sind komplett recherchierbar und unmittelbar am Bildschirm abrufbar. Ergänzt wird das radiologische Angebot durch Anatomiewissen: Auszüge aus Anatomieatlanten des Thieme Verlags wie beispielsweise Prometheus sind in der Thieme RadBase hinterlegt und den Diagnosen zugeordnet.

Insgesamt sind es mehr als 40000 Bilder, 1000 Diagnosen, ein Vielfaches an relevanten Fällen, rund 40 elektronische Bücher und sechs radiologische Fachzeitschriften, die den Radiologen in der internetbasierten Datenbank Thieme RadBase zur Verfügung stehen. Die Inhalte werden kontinuierlich erweitert, so dass der Arzt permanent auf das aktuelle Thieme Radiologiewissen zugreifen kann.

Für Professor Dr. Michael Forsting, Direktor des Instituts für Radiologie und Neuroradiologie am Universitätsklinikum in Essen, ein Angebot, das jeden Radiologen bei der Arbeit unterstützt: „Die Thieme RadBase bedient alle Zielgruppen: Den erfahrenen Praktiker wie den jungen Assistenten, der zum ersten Mal eine Blutung im CT sieht.“

Auch die Bildqualität überzeugt den Radiologen: „Jeder Radiologe ist angewiesen auf gute Abbildungen. Die Abbildungsqualität im Internet lässt zu wünschen übrig. Wenn man sich Abbildungen in Thieme Büchern ansieht, weiß man, die sind gut. Dass man sie jetzt auch online in dieser Qualität nutzen kann, ist im radiologischen Alltag hilfreich.“

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