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Studie zur Wartezeit: 20,10 Minuten beim Zahnarzt, 40,32 Minuten beim Hausarzt

05.10.2009 15:35
Zahnarztpatienten sind deutlich häufiger zufrieden als Patienten von Haus- und Fachärzten

Die Brendan-Schmittmann-Stiftung befragte in der Studie „Vertragsärzte im Urteil ihrer Patienten" 2.379 Patienten zu ihrer Meinung über 58 Praxen.

Im Einzelnen lassen sich zu den Wartezeiten folgende Detailaussagen anführen:

  • Die Bewertungen der anfallenden Wartezeiten bei den Arztbesuchen fallen sehr differenziert aus. Zahnarztpatienten sind deutlich häufiger zufrieden als Patienten von Haus- und Fachärzten (Hausärzte: 67,47 Prozent; Fachärzte: 66,34 Prozent; Zahnärzte: 90,98 Prozent). Offensichtlich werden die Erwartungen der Patienten der Haus- und Fachärzte an die Wartezeiten unzureichender erfüllt. Ein Ergebnis, das laut der Stiftung mit der unterschiedlichen Länge des Arbeitstages und dem ebenfalls sehr unterschiedlichen täglichen Patientenaufkommen in den Praxen in Zusammenhang stehen dürfte.
  • Die Wartezeit bei den Zahnärzten beträgt im Durchschnitt 20,10 Minuten, sie beträgt damit nur die Hälfte der Zeit, die Patienten beim Hausarzt (40,32 Minuten) bzw. beim Facharzt (38,85 Minuten) einplanen müssen.
  • Bemerkenswert ist, dass die von den Patienten akzeptierte Wartezeit maximal um sieben Minuten von der tatsächlichen Wartezeit abweicht. Die Patienten der Hausärzte akzeptieren eine Wartezeit von 33,80 Minuten und liegen damit 6,52 Minuten unter der tatsächlichen Wartezeit. Bei den Zahnärzten ist die akzeptierte sogar länger als die tatsächliche Wartezeit (7,33 Minuten).

 

Nach einer Pilotphase und einer umfassenden methodologischen Revision des gesamten Instrumentariums durch das Institut für Soziologie der Technischen Universität Dresden bearbeitet die Brendan-Schmittmann-Stiftung die Thematik „Vertragsärzte im Urteil ihrer Patienten“ seit Herbst 2008 erneut. Den Praxen, die an diesem Projekt teilnehmen, werden auf der Basis von Patientenbefragungen Daten zur Verfügung gestellt, die mit den Daten aller teilnehmenden Praxen und denen der Fachgruppe verglichen werden und so Stärken und Schwächen aufzeigen.

Weitere Informationen zur Studie unter www.nav-virchowbund.de

abgelegt unter:
Editorial

RoskiHerausgeber
Prof. Dr.
Reinhold
Roski

 

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