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Allergie-Versorgung auf neuen vertraglichen Wegen

Seit Jahren wird über die zunehmende Prävalenz von Allergien und ihren Folgen (Asthma, Rhinokonjunktivitis, atopische Erkrankungen) berichtet. „Weltweite Studie belegt erneut eine Zunahme von Allergien bei Kindern“: So titelte die „Ärzte-Zeitung“ z.B. am 28.8.06 zur Zunahme von Allergien weltweit und in Deutschland. Nach den in diesem Artikel abgehandelten Studien stieg in Deutschland z.B. der Anteil von Kindern mit Asthma-Symptomen allein bei den Sechs- bis Siebenjährigen in 5 Jahren von 9,6% auf 12,8%; bei den älteren Kindern stieg die Allergierate noch deutlicher, auf 17,5% der Kinder mit Asthmasymptomen, an.1

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Erstveröffentlichungsdatum: 31.03.2015

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Zusätzliches

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>> Die Lebenszeitprävalenz für allergische Erkrankungen liegt in Deutschland insgesamt bei 30%2. Gemäß der KIGG´s-Studie des Robert-Koch-Institutes (RKI) aus dem Jahre 2007 waren 40,8% der 3-17jährigen gegen mindestens ein getestetes Allergen sensibilisiert3.
Hierbei wird aus Studiendaten deutlich, dass bei bis zu 85% aller Asthmaerkrankungen auch nasale Symptome der allergischen Rhinitis (AR) vorliegen, vermutlich durch den auf die AR folgenden „Etagenwechsel“4.
Auch die BARMER GEK veröffentlichte im Mai 2015 Routinedaten über das Vorkommen von Allergien in NRW. Demnach haben 2,1 Mio. der Versicherten in dem größten Bundesland Deutschlands Allergien – hiervon leiden rund 138.000 an einer Pollen- oder Gräser-Allergie5.
Alarmierend erscheint hierbei, dass nur 5% der Asthmatiker und 7% der Heuschnupfen-Patienten in Deutschland kausal, mittels Hyposensibilisierung, therapiert werden. Vergleiche zu diesem alarmierenden Sachverhalt liefert die Versorgungsstudie von Prof. Wasem aus dem Jahre 20136. Und dies, obwohl sich das Risiko eines sog. Etagenwechsels durch die rechtzeitige Einleitung ursächlicher Therapien deutlich verringern ließe (Number needed to treat = 4)7.
Informationen zu
Arzneimittelverordnungen
Die mit den neuen Leitlinien entstandene Übersicht zu Präparaten zur spezifischen Immuntherapie (SIT) gibt einen hervorragenden Überblick über die Anzahl der Studien und über das jeweilige Zulassungsjahr. Die tabellarisch dargestellte Beurteilung basiert auf modifizierten
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