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Analgetika in der Behandlung älterer Patienten

Mehr als 20 Mio. GKV-Versicherte wurden im Jahr 2010 mit rezeptpflichtigen Schmerztherapeutika ambulant therapiert, etwa die Hälfte davon ist älter als 60 Jahre. Diese Analgetika lassen sich nach dem WHO-Stufenschema klassifizieren. Nichtopioid-analgetika, niederpotente Opioidanalgetika in Kombination mit Nichtopioiden und starke Opioide in Kombinationen bilden die drei Stufen des Schemas. Wie eine Analyse von INSIGHT Health zeigt, gibt es hinsichtlich des Umfangs der Arzneimittelversorgung von Schmerzpatienten alters- und geschlechtsspezifische Auffälligkeiten innerhalb der GKV. Auch ist der Einsatz von Schmerztherapeutika, die auf der Priscus-Liste stehen, bei Älteren nicht ungewöhnlich.

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Erstveröffentlichungsdatum: 25.09.2012

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> Schmerzen gehören zu den bedeutendsten Beschwerden in der Bevölkerung. Zahlreiche epidemiologische Untersuchungen orientieren sich bei der Erfassung von Prävalenzen an den zu Grunde liegenden Krankheitsbildern Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und andere. Studien, die das Krankheitsbild Schmerz im Gesamten untersuchen, liegen hingegen bisher kaum vor. Im Sinne einer Behandlungsprävalenz wird hier ein Ansatz gewählt, der sich an der Versorgungsrealität mit Schmerztherapeutika orientiert. So wird nicht der Patient im Hinblick auf seine spezifischen Schmerzen zu einem bestimmten Zeitpunkt befragt, sondern das Therapiegeschehen als Grundlage der Abbildung der Prävalenzstatistiken gewählt. Ein Ansatzpunkt hierbei bildet die Analyse anonymisierter ambulanter GKV-Rezeptinformationen. ....