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„Demenz ist ein Teil des Lebens“

Mit dem demografischen Wandel steigt die Zahl der Demenzkranken kontinuierlich an: Im Jahr 2050 wird es rund drei Millionen Betroffene geben, das sind mehr als doppelt so viele wie heute. Im Rahmen ihrer Aufklärungskampagne „Demenz in Deutschland“ griff die DAK-Gesundheit dieses gesellschafts- und gesundheitspolitisch wichtige Thema auf. Beim Symposium „Demenz – ein Thema mit Zukunft“ berieten auf Initiative der Krankenkasse in Kooperation mit dem Pharmaunternehmen Lilly Deutschland ausgewiesene Experten über zukunftsorientierte Lösungsansätze.

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Erstveröffentlichungsdatum: 16.10.2014

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>> Eine immer älter werdende Bevölkerung bringt zwangsläufig mehr demenzielle Erkrankungen hervor – vermeiden lässt sich diese Entwicklung nicht. Gerade darum forderte Dr. Reiner Klingholz, Direktor des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, einen Bewusstseinswandel. „Wir müssen begreifen, dass Demenz ein Teil des Lebens ist.“ Es fehlten aber noch innovative Konzepte für Wohnen und Leben mit Demenz, konstatierte Dr. Jürgen Gohde, Vorstandsvorsitzender des Kuratoriums Deutsche Altershilfe. Deren Kern könne nur das Bekenntnis zu einem möglichst selbstbestimmten Leben von Menschen mit Demenz sein. „Die Betroffenen sollen merken, dass sie wichtig sind und wertgeschätzt werden.“
Die unzureichende medizinische Versorgung vieler Erkrankter kritisierte Prof. Dr. Wolfgang Maier, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde. „Nach wie vor wird die Versorgung von Demenzpatienten als vorwiegend pflegerische Aufgabe betrachtet“, sagte er. <<