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Praxisnetze weiter im kollektivvertraglichen Bereich

Über mögliche „Wege zur Einbeziehung der strukturierten Behandlungsprogramme in die integrierte Versorgung“ hat Prof. Dr. Eberhard Wille, der stellvertretende Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen, ein Gutachten im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Integrierte Versorgung im Gesundheitswesen e.V. (DGIV) erstellt. Sein Fazit: Es gibt durchaus Optionen, aber auch Hindernisse, die einer zielorientierten Verzahnung von DMP mit integrierten Versorgungsformen entgegenstehen; wobei - Status heute - letztere zu überwiegen scheinen.

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Erstveröffentlichungsdatum: 28.05.2013

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>> Zwar zeichnet sich in der deutschen Gesundheitsversorgung nach Ausführungen Willes schon seit geraumer Zeit ein Trend zu einer zunehmenden Kooperation unter den Ärzten ab, doch während die Notwendigkeit einer sektorenübergreifenden integrierten Versorgung und ihre besondere Bedeutung für das deutsche Gesundheitswesen in Politik und Wissenschaft außer Frage stünden, zeichnen laut Wille die jüngsten Entwicklungen im Bereich der besonderen Versorgungsformen und die Ergebnisse von Befragungen bei Krankenkassen und Krankenhäusern ein eher ernüchterndes Bild. So sind die Verträge zu den integrierten Versorgungsformen nach § 140a-d SGB V mit Auslaufen der Anschubfinanzierung ohne die Berücksichtigung von Betriebskrankenkassen, deren umfangreiche Fremdabschlüsse die (Vertrags-)Zahlen nach oben verzerren würden, von 2008 bis 2009 um ca. 25% zurückgegangen und stagnierten anschließend (vgl. Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen 2012, Ziffer 438ff.) Wille: „Unter dem Blickwinkel

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