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Spezialisierte Fachkräfte sind gefragt

Immer mehr Allgemeinkrankenhäuser suchen nach Wegen, die Versorgung der Patienten mit kognitiven Beeinträchtigungen zu optimieren, deren Zahl nach Angaben der Robert Koch Stiftung stetig wächst. Daher hat die Stiftung die Studie „General-Hospital Study (GhoSt) - Demenz im Allgemeinkrankenhaus. Prävalenz und Versorgungssituation“ der Hochschule Mannheim und der Technischen Hochschule München gefördert, die erstmals repräsentative Daten zu Anzahl, Verteilung sowie Versorgungsbedarf von stationären Patienten mit kognitiven Störungen liefert. Die Ergebnisse sind Anknüpfungspunkte für Krankenhäuser, ihre Personalplanung zu optimieren.

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Erstveröffentlichungsdatum: 30.03.2016

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>> „Die große Zahl an Patienten mit kognitiven Beeinträchtigungen stellt Krankenhäuser vor eine erhebliche Herausforderung, auf die derzeit weder das pflegerische noch das medizinische Personal vorbereitet ist“, stellt Prof. Dr. Martina Schäufele von der Fakultät für Sozialwesen der Hochschule Mannheim den Status quo der Versorgung dieser Patientenklientel fest. Sie hat neben Dr. Horst Bickel, von der Arbeitsgruppe für Psychiatrische Epidemiologie der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Technischen Universität München, als Projektleiterin die zweijährige Studie betreut und weist auf den Mehrwert der Untersuchungsergebnisse hin: „Studien haben zwar bereits belegt, dass ältere Menschen mit Demenz ein weit höheres Risiko haben, in ein Krankenhaus eingewiesen zu werden, als Gleichaltrige ohne Demenz. Zu ihrer Anzahl gab es aber bisher keine belastbaren Daten“.
Diese Lücke schließe nun die Studie, die von 2013 bis 2015 durch die Stiftung gefördert wurde, und die als weltweit erste repräsentative Untersuchung eindeutige Zahlen über den Anteil an stationär behandelten Patienten mit kognitiven Beeinträchtigungen liefere...