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Was wollen Patienten? Stabile Beiträge!

Medizinischer Fortschritt auf der einen, Unzufriedenheit der Patienten auf der anderen Seite, so stellt sich das gängige Bild unseres Gesundheitswesens dar. Doch wie ist dieser Widerspruch zu erklären? Scheint doch die Vielzahl an Therapien immer mehr Menschen ein längeres Leben zu ermöglichen. Doch werden zur gleichen Zeit auch Defizite im deutschen Gesundheitswesen beklagt - lange Wartezeiten zum Beispiel. Bei der öffentlichen Diskussion komme die Stimme der Patienten jedoch viel zu kurz, schreiben die Autoren der Studie „Patientenwünsche“, die mit einer großflächigen Befragung diese Lücke zu schließen suchen und zu einem überraschenden Ergebnis kommen: So unzufrieden sind die Patienten offenbar gar nicht.

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Erstveröffentlichungsdatum: 28.05.2013

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>> >> Unter dem Titel „Patientenwünsche“ hat die IKK classic gemeinsam mit dem F.A.Z.-Institut für Management, Markt- und Medieninformationen GmbH Krankenversicherte zu ihrer Zufriedenheit mit den Gesundheitsleistungen befragt. Im Zentrum der Befragung standen Fragen wie: Was wünschen sich die Patienten von den Verantwortlichen im Gesundheitssystem und den Kostenträgern? Welchen Service erwarten sie von den Behandlern und wo sehen sie die Lücken in der Versorgung? Befragt wurden 1.005 gesetzliche und privat Versicherte in computergestützten Telefoninterviews. Das Ergebnis spiegelt die Haltung der Versicherten, die sich je nach Alter, Gesundheitszustand, aber auch Lebensstandard und Geschlecht unterscheidet.
Die Studie verdeutlicht, dass die Höhe der Versichertenbeiträge für die Mehrheit der Befragten eine große Rolle spielt. 60 Prozent der Versicherten zeigten sich bereit, an einem Bonusprogramm ihrer Kasse teilzunehmen, wenn sie dadurch ihren individuellen Beitrag senken könnten. 61 Prozent der Bürger gaben an, dafür sogar auf Arztbesuche bei leichten Erkrankungen zu verzichten. Jedoch hat der Einsparwille der Patienten auch seine Grenzen: Andere Vorschläge zur eigenen Kostenentlastung wie die Einschränkung der freien Arztwahl, höhere Eigenbeteiligungen oder die Reduzierung von Versicherungsleistungen lehnte eine große Mehrheit ab.
„Die Studienergebnisse zeigen, dass die Bürger das bewährte System der medizinischen Versorgung hoch wertschätzen und vermeintlich brisante Themen wie Wartezeiten oder Unterversorgung weit gelassener erleben, als es die öffentliche Debatte gelegentlich vermuten lässt“, schlussfolgert Gerd Ludwig, Vorstandsvorsitzender der

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