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Bedeutung von Biopharmazeutika in der Krebstherapie wächst kontinuierlich

Im Kampf gegen Krebs nehmen biotechnologisch hergestellte Arzneimittel an Bedeutung zu. Der Anteil von Biopharmazeutika in der Onkologie stieg im vergangenen Jahr auf 43 Prozent (2019: 41 Prozent), so der aktuelle Branchenreport der Interessengruppe Biotechnologie im Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa). Dieser Trend werde sich voraussichtlich auch in den nächsten Jahren fortsetzen, denn der Schwerpunkt der biotechnologischen Forschung liegt auf der Onkologie: 286 Forschungsprojekte, das seien 39 Prozent der Wirkstoffpipeline, suchten aktuell nach neuen Therapieansätzen gegen Krebs.

„Die Daten zeigen nicht nur den besonderen Stellenwert von Biopharmazeutika im Kampf gegen Krebs, sie sind auch ein Beleg für sehr hohe und kontinuierliche Investitionen in die biotechnologische Krebsforschung“, sagt Manfred Heinzer, Geschäftsführer der Amgen GmbH.

Rund ein Drittel der in Deutschland zugelassenen 339 Biopharmazeutika nutzen laut vfa-Biotech-Report rekombinante Antikörper als Wirkstoff. 1998 wurde der erste biotechnologisch hergestellte Antikörper zugelassen, heute basierten laut vfa 107 Arzneimittel auf dieser Wirkstoffklasse und die Pipeline sei gut gefüllt. Ein wesentliches Anwendungsgebiet ist die Krebstherapie.

Körpereigene Antikörper sind ein wichtiger Teil der spezifischen Immunabwehr, erklärt Amgen. Sie können Krankheitserreger erkennen und eine Immunreaktion einleiten. Im Labor können Antikörper künstlich und gezielt in Zelllinien für die Erkennung eines Merkmals hergestellt werden. Produziert eine Zelllinie einen Antikörpertyp gegen ein bestimmtes Zielmolekül, spricht man von monoklonalen Antikörpern. Sie arbeiten wie natürliche Antikörper, binden an spezifische Moleküle und blockieren diese bzw. aktivieren weitere nachgeschaltete Anti-Tumor-Mechanismen. „Diese zielgerichtete Wirkweise der Antikörper machen wir uns im Kampf gegen Krebs zunutze“, erklärt der Amgen-Geschäftsführer. „Neue antikörperbasierte Arzneimittel sind neben immunonkologischen Therapien, wie z.B. den „BiTE“-Molekülen, ein wesentlicher Forschungsschwerpunkt bei Amgen. Unser Ziel ist es, neue Krebstherapien zu entwickeln, mit denen komplexe Zielstrukturen adressiert und so Tumore behandelt werden können.“

Engagement gegen Krebs

Seit Unternehmensgründung vor über 40 Jahren habe Amgen nach eigenen Angaben bislang 13 verschiedene Therapieansätze gegen Krebs entwickelt, zwei Biosimilars sind im Bereich der Onkologie zugelassen und aktuell umfasse die Onkologie-Pipeline mehr als 20 Wirkstoffe für verschiedene Zielmoleküle bei mehr als einem Dutzend Tumorarten. „Die zahlreichen Innovationen aus der Forschung müssen den Patientinnen und Patienten zugänglich gemacht werden“, so Heinzer. „Nur so können sie am medizinischen Fortschritt teilhaben.“ Neben der Erforschung und Entwicklung von neuen Krebstherapien setzt Amgen auch auf den Austausch mit wichtigen gesellschaftlichen Akteur:innen, um Prävention, Früherkennung und Versorgung zu verbessern, innovative Therapieansätze zu fördern und die Patientenkompetenz auszubauen. Die Amgen GmbH ist Mitglied im Netzwerk „Vision Zero e. V.“ und ist gemeinsam mit der Amgen Research (Munich) GmbH an der Initiative des Bundesforschungsministeriums „Nationale Dekade gegen Krebs“ beteiligt.