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Gastroenterologe Markus Lerch ist neuer Vorsitzender der DGIM

Professor Dr. med. Markus M. Lerch ist neuer Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) für den Zeitraum 2021/2022. Er tritt damit die Nachfolge von Professor Dr. med. Sebastian M. Schellong aus Dresden an. Der Amtswechsel fand im Rahmen des 127. Internistenkongresses statt, der vom 17. bis 20. April 2021 erstmals vollständig digital abgehalten wurde. Der Gastroenterologe Lerch ist Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums der Ludwig-Maximilians-Universität München und wird den 128. Internistenkongress im Jahr 2022 als Kongresspräsident unter dem Leitthema „Die Grenzen der Inneren Medizin“ gestalten.

Professor Lerch ist Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie, Endokrinologie und Intensivmedizin. Er hat Medizin in Freiburg, Glasgow, Toronto und an der Universität von Massachusetts studiert und promovierte in Freiburg bei Wolfgang Gerok, der ihn an der Medizinischen Klinik II anstellte. Nach seiner Assistenzarztzeit in der Pathologie in Freiburg folgten die internistische Weiterbildung an der RWTH Aachen und Forschungsaufenthalte in Harvard und Mailand. 1994 habilitierte er sich mit einer experimentellen Arbeit zu Entzündungen der Bauchspeicheldrüse an der Universität Ulm, wo er an der Klinik für Innere Medizin I fortan als Oberarzt tätig war. Nach Stationen in Martinsried und Homburg/Saar berief ihn die Universität Münster 1997 zum C3-Professor und stellvertretenden Klinikdirektor.

2003 nahm er einen Ruf auf den Lehrstuhl für Gastroenterologie, Endokrinologie und Ernährungsmedizin an der Universität Greifswald an. Bis 2020 leitete er dort die Klinik und Poliklinik für Innere Medizin A und war Prodekan für Forschung und Klinische Belange der Universitätsmedizin Greifswald. Seit Januar 2021 ist er Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU Klinikum) in München. Von 2011 bis 2016 stand er außerdem der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) als Präsident vor und gehörte zwischen 2015 und 2021 dem Wissenschaftsrat des Bundes und der Länder an. Sein klinischer und wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt auf den Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse.

Als neuer DGIM-Vorsitzender gestaltet Professor Lerch auch das Programm des 128. Internistenkongresses. Der Kongress, der vom 30. April bis 3. Mai 2022 stattfinden wird, steht dann unter dem Leitthema „Die Grenzen der Inneren Medizin“. „Wir stoßen in unserer täglichen Arbeit in Klinik und Praxis immer wieder auf Grenzen: Grenzen des medizinisch Möglichen, ethische Grenzen oder Grenzen zwischen Innerer Medizin und anderen Fachbereichen. Gleichzeitig verschieben oder überwinden wir Grenzen immer weiter durch Forschung und Wissenschaft“, erklärt Lerch. „Daraus ergeben sich vielfältige ethische, wissenschaftliche und auch berufspolitische Fragestellungen, die das Programm des 128. Internistenkongresses prägen sollen.“

Der kommende Kongress wird als Hybridkongress stattfinden. „Zum einen wünschen wir uns alle eine Präsenzveranstaltung für das kommende Jahr, vor allem, da die DGIM 2022 das 140-jährige Jubiläum ihrer Gründung in Wiesbaden feiert“, so Lerch. „Gleichzeitig werden wir die Vorteile einer Online-Tagung, die Live-Veranstaltungen über das Internet, für eine große Gruppe von Teilnehmern, die nicht nach Wiesbaden reisen können, nutzen können“, sagt der neue DGIM-Vorsitzende abschließend.

 

Dem Vorstand der DGIM gehören im Zeitraum 2021/2022 folgende Personen an:

Prof. Dr. med. Markus Lerch, München, Vorsitzender

Prof. Dr. med. Sebastian Schellong, Dresden, 1. stellvertretender Vorsitzender

Prof. Dr. med. Ulf Müller-Ladner, Bad Nauheim, 2. stellvertretender Vorsitzender

Prof. Dr. med. Andreas Neubauer, Marburg, 3. stellvertretender Vorsitzender (neu im Vorstand)

Prof. Dr. med Georg Ertl, Würzburg, Generalsekretär

Prof. Dr. med. Christoph Sarrazin, Wiesbaden, Kassenführer

Kooptiertes Vorstandsmitglied:

Prof. Dr. med. Claus Vogelmeier, Sonderbeauftragter für das Thema Digitale Medizin