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Richtlinien zur Förderung Klinischer Studien erschienen

„Klinische Studien sind ein unverzichtbares Instrument für den Transfer von Forschungserkenntnissen in die Gesundheitsversorgung und ein Motor für Innovation in der Gesundheitsforschung und im Gesundheitswesen. Sie bilden die Grundlage für Evidenz und Qualität in der medizinischen Versorgung“, schreibt Dr. Angela Lindner vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Vorwort der eben im Budnesanzeiger veröffentlichten „Richtlinien zur Förderung Klinischer Studien“. Diese - insbesondere „konfirmatorische, multizentrische“ - Studien seien mit einem hohen wissenschaftlichen, zeitlichen, logistischen und materiellen Aufwand verbunden, weshalb das BMBF in enger Abstimmung mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) beabsichtigt, genau dies Art von Studien als „Beitrag zur Umsetzung der Ziele des Rahmenprogramms Gesundheitsforschung“ zu fördern.

 

Vielfach sei es bisher laut BMBF nichtgelungen, die zur Erfüllung der Anforderungen notwendigeProfessionalität in der Studienplanung und -durchführung an dendeutschen Universitätskliniken in breitem Rahmen zu etablieren.Zudem entspräche die Qualität der Studien häufig nicht deminternationalen Standard. Um das zu verbessen soll einengemeinsamer Gutachterkreis einberufen werden.

Explizit gefördert werden:
-wissenschaftsinitiierte multizentrische prospektive, kontrollierteklinische Studien an Patienten zu pharmakologischen Therapieverfahrenmit konfirmatorischer Zielsetzung. Monozentrisch aufgebautekonfirmatorische Studien können nur in begründeten Ausnahmefällengefördert werden.

– systematische Reviews von klinischen Studien nachinternationalen Standards.

Von der Förderung ausgenommen sindForschungsansätze, die bereits in anderen Förderprogrammen wie z.B. dem Normalverfahren der DFG oder anderen Förderschwerpunkten desBMBF beantragt oder unterstützt werden, sowie Studien, an derenErgebnissen Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft ein unmittelbareswirtschaftliches Interesse haben (wie z. B. Zulassungsstudien).

Link:http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/308.php