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Surrogate und Endpunkte beim Prostatakarzinom

Das Prostata-Karzinom ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Es wird geschätzt, dass in Deutschland im Jahr 2012 etwa 68.000 Männer an einem Prostatakarzinom erkrankten. Wenngleich die Sterblichkeitsrate seit 2003 sinkt, so sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts im Jahr 2008 immer noch rund 11.000 Männer an Prostatakrebs verstorben [Robert Koch- Institut 2012]. Dabei wird deutlich, dass es sich bei dem Prostatakarzinom um eine Erkrankung handelt, die auch eine große gesundheitsökonomische Bedeutung hat. Mit der Entwicklung neuer wirksamer Medikamente hat sich das Überleben von Patienten mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom deutlich verbessert. So zeigte sich in einer kürzlich vom Institute of Cancer Research vorgestellten Untersuchung in einem Patientenkollektiv von 442 Patienten ein medianes Überleben von 31 Monaten, was wesentlich länger ist als das Gesamtüberleben, das in früheren Studien und anhand von Nomogrammen abgeleitet werden konnte, das bei 18 Monaten (Halabi) bzw. 21 Monaten (Smaletz) lag (Abb. 1 [Omlin et al. 2013]). Veranschaulicht man sich außerdem das geschätzte Überleben von 6 bis 10 Monaten dieser Patienten in der therapeutischen Ära vor der Zulassung von Docetaxel im Jahr 2005, so sieht man, dass mittlerweile mehr als eine Verdoppelung des Überlebens erreicht werden konnte.

24.01.2013