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Körperliche Aktivität in der SARS-CoV-2-Pandemie: Selektiver Überblick und Perspektiven

Das Coronavirus SARS-CoV-2 breitet sich seit seiner erstmaligen Entdeckung Ende 2019 weltweit aus. Auch in Deutschland stellen das Virus und die damit verbundene Atemwegserkrankung Covid-19 die Gesellschaft im Gesamten sowie die einzelnen Bürger vor große Herausforderungen. Im Umgang mit der Krise wurden seitens der Politik weitreichende Maßnahmen unternommen, die vornehmlich ausgerichtet sind auf die Eindämmung der Epidemie, den Schutz vulnerabler Bevölkerungsgruppen und eine zielgerichtete Erhöhung bzw. Erhaltung von Kapazitäten in der Gesundheitsversorgung. Zu diesen Maßnahmen gehören insbesondere solche, die der Beschränkung von Kontakten und damit der Ausbreitungsmöglichkeit des Virus dienen und zu einem Lockdown unterschiedlichen Ausprägungsgrades führ(t)en.Im Lockdown werden vorübergehend oder teilweise zahlreiche öffentliche und private Einrichtungen, wie Schulen oder Betreuungseinrichtungen, geschlossen. Darüber hinaus wird Arbeitgebern und Arbeitnehmern das Arbeiten im Homeoffice nahegelegt. Die genannten Maßnahmen reduzieren die Ausbreitungsmöglichkeiten und führen zu fallenden Inzidenzzahlen. Sie haben jedoch auch potenzielle Nebenwirkungen auf die Gesundheit und das Gesundheitsverhalten der Menschen. Als Folge scheinen zum Beispiel sowohl bei Erwachsenen (Munk et al., 2020; Salari et al., 2020) als auch bei Kindern und Jugendlichen (Schlack et al., 2020) verstärkt Angst, Depressionen und posttraumatische Stresssymptome vorzuliegen. Für Körpergewicht und Body-Mass-Index weisen Daten der GEDA 2019/2020 EHIS Studie (Erhebungszeitraum zwischen April 2019 und September 2020) in Deutschland auf einen Anstieg hin, während sich beim Tabakkonsum insgesamt eine Abnahme zeigt (Damerow et al., 2020), was mehrdirektionale Entwicklungen beim Gesundheitsverhalten nahelegt. Generell deutet sich bzgl. der Entwicklung des Gesundheitsverhaltens eine Verstärkung sozialer Ungleichheiten an (Jordan et al., 2020).

30.03.2021