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„Endlich altes Denken abgelöst“

Anlässlich der Geburtagsfeier zum zehnjährigen Bestehen des vor zehn Jahren gegründeten „Wissenschaftlichen Institut der TK für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen“ (WINEG) fand Hamburgs Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz Cornelia Prüfer-Storcks klare Worte für das Verhältnis von Versorgungsforschung und Politik. Sie selbst hätte für ihre Entscheidungen gerne und öfter „eine rationale Grundlage“, doch was dann die Poltik mit den vvon der Versorgungsforschung erarbeiteten Ergebnissen mache, sei ein anderes Thema. Prüfer Storcks, durchaus mit einer Portion Politik-Selbstkritik: „Ich bin der Meinung, dass wir schneller und entschiedener Konsequenzen aus Ergebnissen der Versorgungforschung ziehen könnten.“

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Erstveröffentlichungsdatum: 22.01.2017

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>> Prüfer-Storcks findet es absolut richtig, wie sie in ihrem Vortrag zum Zehnjährigen des WINEG ausführte, dass die gesetzlichen Krankenkassen Versorgungforschung betrieben und dafür ihren Datenschatz einsetzen würden. Aber auch, dass die großen Kassenarten „ihre Stimme vernehmbar im Konzert derjenigen erheben, die sich mit Versorgungsforschung befassen“. Das seien die Universitäten mit ihren entsprechenden Instituten, aber auch das neue, staatlich legitimierte Institut IQTiG, das autorisiert sei, Routinedaten anzunehmen und auszuwerten. Das sei auch gut so und dafür habe sie sich stark gemacht. Das vor allem aus einem Grund: Wenn Politik Entscheidungen auf Versorgungsforschung basieren wolle, dürfte dieses Unterfangen eben nicht nur auf Versichertendaten einer bestimmten Krankenkasse fußen, sondern muss – so Prüfer-Storcks Meinung – „die Datengrundlage aller Versicherten und Patienten heranziehen können“. Darum sei sie froh, dass mit dem Start des IGTiG das Thema Nutzung der Routinedaten nach vorne gebracht worden sei, denn sowohl das Wissen der bisherigen Versorgungsforschung als auch das der Qualitätssicherung im Krankenhausbereich sei noch viel zu beschränkt....
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Zitationshinweis: doi:10.24945/MVF.01.17.1866-0533.1995