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Fehlende Diabetes-Prävention rächt sich bitter

Verstärkte Anstrengungen im Kampf gegen Diabetes hatten Vertreter der Organisation für Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) beim „European Diabetes Leadership Forum“ (EDLF), einem hochkarätig besetzten Expertenforum, in Kopenhagen gefordert, was auf dem deutschen Nachbereitungs-Dialog in Berlin - beide unterstützt von Novo Nordisk - noch einmal thematisiert wurde. Denn am EDLF nahmen zwar über 800 Teilnehmer vor allem aus Europa, sogar auch aus dem Nahen Osten teil, jedoch nur 22 aus Deutschland, was sicher nicht der Brisanz und der gesellschaftlichen wie ökonomischen Dimension des Themas gerecht wird.

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Erstveröffentlichungsdatum: 25.09.2012

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>> Die ökonomische Belastung der Gesundheitssysteme durch die stetig steigende Patientenzahl sei bereits jetzt enorm hoch. Sie werde ohne umfassende Strategien zur Prävention sowie zur konsequenteren Früherkennung und Behandlung der Erkrankung weiter ansteigen und das Wirtschaftswachstum in Europa zunehmend gefährden, hieß es schon auf dem European Diabetes Leadership Forum“ (EDLF) in Kopenhagen und denn auch in Berlin (s. „Market Access & Health Policy“ 05/12). Wie hoch die Belastung derzeit schon ist, verdeutlichen aktuelle Zahlen: Mehr als 35 Millionen Menschen in Europa sind an Diabetes mellitus erkrankt, wobei die Erkrankung sowie die durch sie bedingten Komplikationen Kosten in Höhe von rund 90 Milliarden Euro jährlich in Europa verursachten, wie in Kopenhagen der stellvertretende OECD-Generalsekretär Yves Leterme und in Berlin der in Kopenhagen (als einziger Deutscher) vortragende Prof. Dr. med. habil. Peter E. H. Schwarz (Diabetes-Prävention und -Versorgung an der Medizinischen Klinik III, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der TU Dresden) ausführte. Der erklärte weiter, dass die Prävalenz für Diabetes - wie aus dem 5. Diabetes-Atlas ersichtlich - in Europa bei über 10 % liegt. In Deutschland sei mit rund 9,8 Millionen diagnostizierten Diabetikern zu rechnen, wobei die Krankheitszahlen beständig steigen. ....