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Abstracts by keywords: Advisory Council

SVR zur bedarfsgerechten Versorgung

Das Konzept der Bedarfsgerechtigkeit folgt der Idee einer nach objektiven Kriterien ausgewogenen Verteilung von Gütern und Leistungen innerhalb einer Gesellschaft. Eine bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung meint demnach, dass – objektiv besehen – alle Bürgerinnen und Bürger die Versorgungsleistungen erhalten, die unter qualitativen und quantitativen Gesichtspunkten für sie erforderlich sind. Dabei sind Aspekte wie Wirksamkeit, Qualität und Wirtschaftlichkeit von sowie gleicher Zugang zu Versorgungsleistungen von besonderer Bedeutung. Dort, wo Bedarfsgerechtigkeit nicht gegeben ist, können Unter-, Über- und Fehlversorgung die Folge sein. In seinem aktuellen Gutachten 2014 zur bedarfsgerechten Versorgung geht der Sachverstän-digenrat der Frage nach, wie das Gebot der Bedarfsgerechtigkeit in einzelnen Leistungsbereichen weiter ausgestaltet werden kann. Im Mittelpunkt stehen dabei die gegenwärtige Leistungsfähigkeit und die künftigen Entwicklungsmöglichkeiten in der Arzneimittelversorgung, der Versorgung mit Medizinprodukten und der medizinischen Rehabilitation. Als wesentliche Voraussetzung für gezielte Steuerungsmaßnahmen in allen drei Bereichen wird die Verfügbarkeit evidenzbasierter Wissensgrundlagen angesehen.

31.03.2015
Versorgungssituation von Patienten mit chronischer Koronarer Herzkrankheit (KHK)

Die chronische koronare Herzkrankheit (KHK) trägt in Deutschland wesentlich zur Mortalität, Morbidität und zum Verlust von Lebensqualität bei. Verbesserte Therapien und die medikamentöse Sekundär- und Tertiärprävention haben dazu beigetragen, dass die KHK-bezogene Mortalität in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen ist. Das verbesserte Überleben mit einer KHK sowie der wachsende Anteil der älteren Bevölkerung lassen eine Zunahme der Prävalenz der Erkrankung und ihrer Folgeerkrankungen erwarten. Die vorliegende Publikation soll Morbidität, Mortalität und Prävalenz der chronischen KHK in Deutschland darstellen und dabei die Bevölkerungsgruppen identifizieren, die besonders häufig von der Erkrankung betroffen sind. Zusätzlich werden Aspekte der Krankheitslast (Lebensqualität, vorzeitige Sterblichkeit und Krankheitskosten) berücksichtigt. Des Weiteren sollen Versorgungslücken sowie Potenziale für die Optimierung der Sekundär- und Tertiärprävention von Patienten mit chronischer KHK identifiziert werden.

24.01.2013