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Abstracts by keywords: drug safety

IT-gestützte Anwendungssysteme zur Vermeidung von arzneimittelbezogenen Problemen – eine Literaturübersicht

In der Bundesrepublik Deutschland wird der Anteil der über 65-Jährigen an der Gesamtbevölkerung von 20 % im Jahr 2008 auf 34 % im Jahr 2060 ansteigen (Statistisches Bundesamt 2009). Die Bevölkerungsalterung steht im engen Zusammenhang mit der Zunahme an Multimorbidität (Saß et al. 2010) sowie einem zahlenmäßigen Anstieg der Versorgung in stationären Langzeitpflegeeinrichtungen (Mennicken / Augurzky 2013). Als gut belegt gilt der Einfluss des Lebensalters auf den Arzneimittelkonsum. Im Jahr 2011 wird jeder GKV-Versicherte ab 65 Jahren mit im Mittel 3,8 Tagesdosen pro Tag behandelt (Coca / Schröder 2012). Im Jahr 2010 nahmen 42 % der über 65-jährigen Deutschen mit Arzneimitteltherapie fünf und mehr Wirkstoffe ein – einem Risiko infolge Polypharmazie sind hier 5,5 Mio. Menschen ausgesetzt (Thürmann et al. 2012). Pflegeheimbewohner nehmen im Mittel 6 verschiedene Präparate/Tag ein (Bartholomeyczik / Wilm 2010).

31.03.2015
Biopharmazeutika – medi­zinischer Fortschritt und Innovation zum Wohl des Patienten

Biopharmazeutika sind Arzneimittel, deren Wirkstoffe im Rahmen eines gentechnischen Herstellungsprozesses mit Methoden der DNA-Rekombination gewonnen werden. Dieser Herstellungsprozess unterscheidet sich grundsätzlich von der Synthese der Wirkstoffe chemischer Arzneimittel. Während ein chemischer Syntheseweg identisch kopiert werden kann, ist die Herstellung von Arzneimitteln aus gentechnisch veränderten Organismen wesentlich komplexer und resultiert darin, dass der Wirkstoff einzigartig bleibt und von einem anderen Hersteller nur nachgeahmt, aber nicht identisch reproduziert werden kann. Aus diesem Grund spricht man bei Nachahmerpräparaten von Biopharmazeutika von Biosimilars und nicht wie bei chemischen Medikamenten von Generika. In den nächsten Jahren werden etliche Biopharmazeutika ihre Exklusivität verlieren, so dass neue Biosimilars den bislang auf drei Arzneimittelgruppen beschränkten Biosimilar-Markt ergänzen dürften. Auch wenn hierdurch Kostenersparnisse für die Kostenträger zu erwarten sind, ist es insgesamt nicht möglich, eine Marktentwicklung valide zu prognostizieren.

24.01.2013
Der Beitrag der Offizinapotheker zur Optimierung der Arzneimitteltherapiesicherheit – ein Vergleich deutscher, australischer und Schweizer Modelle

Arzneimittel sind als Therapieform in der ambulanten und stationären Versorgung von Patienten unter der Voraussetzung ihres korrekten Einsatzes wirksam und effizient. Mit zunehmenden Therapieoptionen durch neue Arzneimittelentwicklungen sowie durch den simultanen Einsatz mehrerer Arzneimittel (Polypharmazie) steigt jedoch die Komplexität der Arzneimitteltherapie. Insbesondere chronisch Kranke und multimorbide Patienten werden oftmals mit mehreren verschiedenen Arzneimitteln behandelt, wodurch die Gefahren für unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) und für arzneimittelbedingte Schäden steigen. Das Risiko für UAW dieser Patienten erhöht sich zusätzlich zu den potentiellen Wechselwirkungen der Arzneimittel aufgrund altersassoziierter Veränderungen der Pharmakokinetik und Pharmakodynamik. Die Gewährleistung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) insbesondere bei Chronikern stellt somit eine besondere Herausforderung in der Arzneimittelversorgung dar.

24.01.2013