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Sekundärdatenanalyse zur Dauer der Arbeitsunfähigkeit von Depressionspatienten in hausärztlichen und psychiatrischen Praxen

Im Bereich der Arbeitsunfähigkeit (AU) stellen laut Meyer und Kollegen in den letzten Jahren verschiedene Krankenkassen eine deutlich steigende Bedeutung der Depression fest [7]. Laut Daten des aktuellen Gesundheitsreportes der Techniker Krankenkasse (TK) ist es zwischen 2006 und 2014 zu einer deutlichen Zunahme von Fehlzeiten aufgrund psychiatrischer Störungen um mehr als vier Fünftel gekommen. Diese Fehlzeiten stagnieren erst in den Jahren 2014 bis 2017 weitgehend stabil auf einem hohen Niveau. Zwischen 2000 und 2017 wird ein Anstieg von 90% berichtet [8]. Ähnliche Angaben sind dem aktuellen Gesundheitsreport der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) zu entnehmen. Daten der DAK zeigen, dass die Dauer von AU bei psychischen Störungen in den letzten 20 Jahren kontinuierlich auf das Dreifache angestiegen sind. Im Jahr 2017 stieg, wenn auch nur geringfügig, die Zahl der Fehltage aufgrund psychischer Störungen um 1,5% mehr als im Vorjahr an [9]. Mit 16,7% der Ausfalltage stehen psychische Störungen an zweiter Stelle hinsichtlich des AU-Tage-Volumens. Auch in den Ergebnissen des Reports des Dachverbandes der Betriebskrankenkassen (BKK) rangieren psychische Störungen mit 16,6% aller AU-Tage auf dem zweiten Platz der Ursachen von AU [10]. Die weitaus meisten Fehltage wurden durch Depressionen verursacht [9, 10].

04.10.2019